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Noch ein Buchblog? Ja!

Die Welt braucht keine weiteren Buchblogs mehr. Zu jedem Thema und allen Lesegewohnheiten gibt es mindestens 10 passende Blogs.

So die Theorie.

Tatsache aber ist: Ich habe trotz der schier enormen Auswahl noch keinen Buchblog gefunden, der mich persönlich reizt. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass ich die Einzige bin.

Generell, habe ich festgestellt, folgen die meisten Blogs einem von vier Schemata.

Vier Buchblog-Typen, die die Welt nicht mehr braucht:

  1. Der quirlig-jugendliche Blog: Huii, meine Lieblingsautorin hat ein neues Buch herausgebracht!!!!!11 *vor Freude in die Luft spring* Ich war ja SOO gespannt, wie es im 35. Band weitergeht und habe das Buch NATÜRLICH in einer Nacht durchgelesen! *KREISCH!* ❤ Dass meine Leser allein vom Lesen Kopfschmerzen bekommen, ist mir egal, solange ich nur seitenlang repetitiv über meine liebsten Romantasy-Schmachtschinken schwärmen und jedem Buch 5 Sterne vergeben kann!!!! ^0^ xoxo eure Sabrina :*
  2. Der intellektuelle Blog: Hier werden selbstverständlich nur hochliterarische Werke rezensiert (was auch immer das bedeuten mag). Hohe Tiere der Literaturkritik versuchen krampfhaft, einander mit immer absurderen, hochintellektuellen Fachbegriffen zu übertrumpfen, die kein Mensch versteht, der nicht Literaturwissenschaft studiert hat.
  3. Der Langweiler-Blog: Nichtssagende Bücher, die aus gutem Grund niemand kennt, stehen hier auf den Leselisten. Und trotz des dünnen Stoffs versuchen die Blogger mit allen Mitteln der Germanistik, irgendetwas Bedeutungsvolles in sie hinein zu interpretieren; damit wollen sie nur überspielen, dass sie selbst 40-jährige Edgelords sind, die aus Prinzip keinen Mainstream lesen.
  4. Der Mainstream-Blog: Diese Blogs machen eigentlich alles richtig. Sie rezensieren alle Titel der Bestseller-Liste und folgen den aktuellen Trends. Ihre Buchbesprechungen sind klug, fesselnd und prägnant, meist sieht auch ihr Blog-Design ansprechend aus. Kurzum: Sie tun alles, was den Massen gefällt. Und genau das ist ihr Problem.

Ich habe mit dieser Darstellung natürlich überhaupt nicht übertrieben.

Darum bleibt mir wohl nichts Anderes übrig, als meinen eigenen Buchblog zu erstellen. Den besten Buchblog der Welt, selbstredend. Gespickt mit Anekdoten aus meiner privaten, erfolglosen Schreibwerkstatt, die niemanden interessieren. (Hier sieht man mich bei der Arbeit.)

Das wird ein hartes Stück Arbeit, aber ich trage mein Schicksal mit Fassung; denn wenn ich meinen Blog nicht schreibe, wird es keiner für mich tun.

7 Kommentare zu „Noch ein Buchblog? Ja!

  1. Jetzt hast du mich zum lachen gebracht, denn deine Beschreibung ist einfach genial und so treffend! 🙂
    Ich bin zufällig über deinen Blog gestolpert und werd mich jetzt hier umsehen. und ja, Bücherblogs gibts wie Sand am Meer, inzwischen. Und man kann fast sagen, kennt man einen, kennt man alle, ne auch ich betreibe nicht *gg*
    Vielleicht war auch das mit der Grund, nicht nur, da ich nach 8 Jahren aufgehört habe mit meinem Bücherblog. Aber jetzt bin ich wieder da, wenn auch ganz anders und viel privater, wobei Rezensionen natürlich dennoch nicht fehlen dürfen.
    Ich werd mich jetzt mal in deinem Blog umsehen 😉
    Liebe Grüsse
    Alexandra

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