Lesen

Rückblick: Mein Lesejahr 2019 – Tops, Flops und alles dazwischen

Frohes neues Jahr, allerseits!

In diesem Post möchte ich mein Lesejahr 2019 nochmal Revue passieren lassen.

Los geht’s!

 

Meine Top 5

…sind eigentlich 6 Bücher, doch da 2 davon zu einer Reihe gehören, wollen wir mal ein Auge zukneifen 😉

Platz 5: Tom Hillenbrand: Der Kaffeedieb (Hörbuch)

Anfangs etwas zu viel Politik und Wirtschaft, entwickelt sich die Geschichte aber bald zu einem spannenden Diebesroman und farbenprächtigen Historiendrama vor orientalischer Kulisse. Das Ende macht Lust auf mehr. Fortsetzung bitte!

Platz 4: Gwendolin Weisser & Patrick Allgaier: Weit. Ein Reisemagazin

Spannende Sammlung aus Reiseberichten, Fotos, Rezepten, Reisetipps, Packlisten und vielem mehr. Zum Träumen, Schwelgen, Schmökern und Planen. Macht Lust auf die Welt und das Leben. Achtung: Fernwehgefahr!

Platz 3: Marisha Pessl: Niemalswelt (Hörbuch)

Origineller Schreibstil mit ebenso faszinierenden wie treffenden Bildern und Vergleichen. Vielschichtige Handlung voller Spannung, Grusel und Plottwists. Geniales Setting und Charaktere.

Platz 2: Akira Arenth: Isaac und der Einhorn-Ork

Super witziger Schreibstil mit sehr originellen Ausdrücken und ulkigen, aber treffenden Vergleichen. Der Ausdruck ist teils sehr derb und flapsig, aber das passt perfekt zum Protagonisten und seinem lockeren, umgangssprachlichen Stil. Die Story wird unerwartet spannend und dramatisch; nur die Auflösung am Ende ist leider ein bisschen zu einfach.

Platz 1: Scott Lynch: Sturm über roten Wassern & Die Republik der Diebe (2. & 3. Teil der Locke-Lamora-Reihe)

(2.) Ein Pageturner von der ersten bis zur letzten Seite. Liebenswert-raffinierte Charaktere mit ausgefuchsten Plänen, bei denen man nur begeistert zuschauen und applaudieren kann. Mehrere Handlungsstränge verbinden sich zu einem spannenden Intrigengeflecht. Besser geht’s kaum!

(3.) Ein würdiger Nachfolgeband, wenn auch nicht ganz so nervenaufreibend spannend und dramatisch wie der vorige. Wunderschöne Liebesgeschichte zum Mitschmachten. Dafür, dass das Buch so dick ist, passiert im Grunde recht wenig: Es gibt viele unterhaltsame, aber für den Plot nicht relevante Handlungsstränge. Dies tut jedoch dem Lesegenuss keinen Abbruch.

 

Meine Flop 3

Absolute Reinfälle gab es dieses Jahr glücklicherweise nicht. Folgende Bücher haben mich jedoch trotzdem enttäuscht.

Platz 3: Jenny Han: To all the boys I’ve loved before (Hörbuch)

Der Anfang: Sehr an den Haaren herbeigezogen. Die Prota: oft unsympathisch, manchmal „out of character.“ Der Mittelteil: Sehr süße Szenen, eine schöne romantische Entwicklung, auch wenn manche witzigen Szenen unnötig in die Länge gezogen werden und somit albern wirken. Das Ende: Unnötiges Drama um nichts. Auch der Klappentext hält nicht das, was er verspricht. Schade!

Platz 2: Taishi Zaou & Eiki Eiki: Frühling, Sommer, Herbst und Winter (Manga)

Mein einziger Manga, den ich dieses Jahr gelesen habe, hat mich leider nicht vom Hocker gehauen. Es ist eine Sammlung kurzer Geschichten, die an einer Mädchenschule spielen. Einige der Storys sind ganz süß, andere leider sehr rape-y. Meh.

Platz 1: René Ahdie: Zorn und Morgenröte (Hörbuch)

Ein vielversprechender Anfang, jedoch plätschert die Handlung danach nur noch vor sich hin. Der Schauplatz ist fast nur das Schloss. Der Funke der Liebesgeschichte sprang nicht über (blasse Charaktere, sprunghafte Entwicklung). Einige Logiklücken, teilweise „Idiot Plot“ (=der Plot wird nur durch idiotisches Verhalten der Protagonisten verkompliziert). Ich werde auf den 2. Band verzichten.

 

Klassiker

Edgar Allan Poe: Die denkwürdigen Erlebnisse des A.G.Pym

Der Protagonist ist eine waschechte Drama-Queen, die Reisebeschreibungen manchmal langatmig. Ansonsten ist dies jedoch eine spannende Abenteuergeschichte auf hoher See, leider mit offenem Cliffhanger-Ende.

Jules Verne: In 80 Tagen um die Welt

Sehr humorvoll und actiongeladen, mit überzeichneten, aber drollig-sympathischen Charakteren. Ein kurzweiliges Abenteuer, das Einblick in eine andere Zeit und Welt gibt.

Erich Kästner: Fabian. Die Geschichte eines Moralisten

Mal witzig, mal romantisch, mal traurig, mal erotisch, mal skurril: Fabian ist ein sympathischer Held in einer verrückten Welt. Kästner schreibt einfühlsam, sensibel und klug, auch aus Frauensicht, und immer mit einem Augenzwinkern.

 

Weiterer Lesestoff

Zoe Jenny: Das Blütenstaubzimmer

Im Grunde ein trauriger Roman voller einsamer und bindungsloser Figuren, die sich nach Beziehungen sehnen und sie doch nie erreichen. Ein nüchterner und doch hochemotionaler Roman. Eine ungewöhnliche und zugleich gewöhnliche Lebensgeschichte, die sich so greifbar anfühlt, als hätte man sie selbst erlebt.

Antonia Michaelis: Mr. Widows Katzenverleih

Originell und wunderschön geschrieben, sehr poetisch und dennoch spannend. Manchmal etwas ZU skurril und klischeebeladen, was die Charaktere und die Nostalgie betrifft. Sonst aber super.

Roberta Rich: Die Hebamme von Venedig

Ein echter Pageturner als historischer Roman. Anstatt Scharen von Nebenpersonen und Nebenhandlungssträngen, politischen Intrigen und Hintergrundinfos gibt es hier einfach dicht gepackte Spannung, Action und Liebesdrama. Empfehlung!

Ursula Poznanski: Erebos

Anfangs ein bisschen langatmig durch die überlangen Spiel-Sequenzen. Später dafür umso spannender, ein echter Pageturner!

Inka Parei: Die Schattenboxerin

Je öfter man das Buch liest, umso besser wird es und umso mehr versteckte Details, vielschichtige Ebenen und Zusammenhänge fallen auf. Ansonsten ist es jedoch nicht sonderlich packend und enthält viele langatmige Beschreibungen.

Stefan Maiwald: Der Spion des Dogen

Anfangs war ich skeptisch aufgrund der sehr klischeehaften Darstellung der Frauen, die jedoch später etwas besser wurde (bzw. es kamen kaum noch Frauen vor – auch eine Lösung). Davon abgesehen: Sehr spannend & stimmungsvoll, sozusagen ein historisches „James Bond in Venedig“. Raffinierte Einfälle und Plottwists. Leider mit offenem Ende.

Stina Jackson: Dunkelsommer

Spannend, atmosphärisch düster, packend geschrieben. Sympathische Hauptcharaktere, stimmungsvolles Setting in Schweden. Ein „Whodunit“ zum Miträtseln und mit einer zufriedenstellenden Auflösung. Der Kriminalfall ist sehr realistisch, dadurch etwas deprimierend.

Luzia Pfyl: Die Schlüsselmacherin (Hörbuch) (1. Teil der Frost-und-Payne-Reihe)

Netter Auftakt zu einer Steampunk-Serie, schöne viktorianische Atmosphäre. Handlungsmäßig passiert allerdings noch nicht viel. Die Charaktere sind in Ordnung, wenn auch manchmal unsympathisch und nicht immer die hellsten (was als Ermittlerduo ungünstig ist). Auch gibt es ein paar kleine Logiklücken. Doch die Story an sich ist originell und unterhaltsam genug, dass ich sie weiter verfolgen werde.

 

Welche Bücher sind euch im letzten Jahr im Gedächtnis geblieben – in guter wie in schlechter Hinsicht? Und auf welche Bücher freut ihr euch besonders im neuen Jahr? 🙂

 

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