Bücherwelt

Gastbeitrag 3/12 – Mira Pellizzari: Studium, Blog und Nebenjob – Dreigleisig durchs Studium schlittern

Hi ihr Lieben!

Heute gibt’s mal wieder einen Gastbeitrag für euch – und zwar von mir, der Mira. Ich studiere Vergleichende Literaturwissenschaft, blogge auf „Miras Bücherwelt“ und arbeite nebenher noch als Texterin. Und heute darf ich euch meinen Masterplan vorstellen, durch den ich es bisher immer noch geschafft habe, alles unter einen Hut zu bringen. Viel Spaß damit und: Nachmachen nur auf eigene Gefahr!

 

Tipp 1: Mein Leseplaner

Wart ihr schon mal auf meinem Blog? Schaut euch dort um: Ich lese wirklich sehr viel, selbst für jemanden, der das zu seinem Leben machen will. 2019 habe ich 111 Bücher gelesen, dazu kommen noch viele, wirklich viele Texte, die ich für die Uni gelesen habe und meine fast tägliche Zeitungslektüre. Es vergeht kein Tag, an dem ich nicht irgendwas lese. Dafür braucht es mehr als nur Freude am Lesen. Es braucht Disziplin. Und einen fixen Plan. Und den habe ich. Ich habe zwei Planer zuhause. Einen für Uni, Job und Freizeit und einen Leseplaner. In letzteren kommen alle Bücher und Texte rein, die ich lesen will oder muss. Ich setze mir für jedes Buch eine Deadline. Für die Texte, die ich von der Uni her lesen muss, bekomme ich eh sowieso eine Deadline, die ich nur noch in den Kalender übertragen muss. Für die Rezensionsexemplare für meinen Blog ist das alles etwas komplizierter. Mir persönlich hilft es, offen mit den Autoren zu kommunizieren und Regeln aufzustellen und natürlich auch einzuhalten. Die meisten Autoren und Verläge haben eh schon fixe Vorstellungen, wann die Rezension hochgeladen werden soll. Diesen Termin höre ich mir an und gleiche das dann mit dem echten Leben ab. Hab ich in dieser Zeit Prüfungen? Exkursionen? Haufenweise Aufträge bei meinem Job? Das alles beeinflusst die Deadline, die ich mir selbst setze. Und diese Deadline halte ich ein, (fast) immer. Für alle Bücher, für die mir nichts vorgegeben wird, setze ich mir eine pauschale Deadline von 6 Wochen. Das liegt so weit in der Zukunft, dass kein Stress entsteht, aber trotzdem nah genug an der Gegenwart, um mich zu motivieren, so bald wie möglich anzufangen.

 

Tipp 2: Carpe diem!

Wenn man meinen Tag mal genauer unter die Lupe nimmt, dann bemerkt man, dass es immer wieder kleinere Lücken gibt. Die gilt es für mich zu nutzen. Neben dem Zähneputzen lerne ich Karteikarten auswendig, bei meinem Frühstück lese ich die ersten fünfzig Seiten des Tages, während der Zugfahrt zur Uni recherchiere ich oder mache mir Notizen zu Rezensionen und Blogposts. Wenn ich an der Uni gerade ein paar Minuten Luft habe und gerade keiner zum Plaudern da ist, hole ich mein momentanes Buch heraus und lese ein paar Seiten. An der Uni besuche ich außerdem jede einzelne Vorlesung, höre genau zu, denke und arbeite mit. Durchs Zuhören lerne ich am Besten. Müsste ich mir das ganze Wissen, das ich in der Vorlesung einfach nur durchs zuhören und mitschreiben bekomme, selbst erarbeiten, dann könnte ich meinen Alltag, wie ich ihn im Moment habe, nicht überleben. Das wäre dann doch zu viel, selbst für einen Workaholic wie mich.

 

Tipp 3: Kenne deine Grenzen!

Auch wenn es oft anders wirkt: Auch ich schaffe nicht alles. Job, Uni, Blog,… Das ist viel Arbeit, das glaubt mir wohl jeder. Ich würde meinen normalen Arbeitsalltag keinem Menschen empfehlen. Ich bin diese Art von Tag schon lange gewohnt, doch nicht jeder hält sowas durch und das ist auch in Ordnung so. Für alle, die meinen Stundenplan trotzdem nachahmen wollen oder müssen: Sucht euch eure Grenzen und macht keinen Schritt darüber hinaus. Keinen einzigen, auch nicht in Ausnahmefällen. Und eure Grenzen sollten nicht dort liegen, wo ihr schon nur noch auf dem Zahnfleisch herumkriecht. Eure Grenzen liegen genau dort, wo ihr immer noch genügend Energie habt, um mit euren Freunden in Kontakt zu bleiben und anderen Hobbys nachzugehen. Beachtet außerdem, dass euer Energielevel manchmal nicht ganz so hoch sein wird, wie es vielleicht heute ist. Jeder wird mal krank. Jeder hat mal Stress. Jeder hat mal Streit oder schläft schlecht oder, oder, oder. Das Leben ist bunt und das darf niemand vergessen. Deswegen ist es auch nicht schlimm, wenn man nicht immer gleich viel arbeiten kann. Wie gesagt: Kenne deine Grenzen – und akzeptiere sie auch dann, wenn du eigentlich noch länger arbeiten solltest.

 

Tipp 4: Plane voraus!

Kein Mensch weiß, was die Zukunft so bringt. Egal, wie gut man es plant: Das Leben kommt doch immer anders. Umso wichtiger für mich, mir ein Sicherheitsnetz zu spannen. Für meinen Blog geht das am einfachsten: Ich gestalte einfach viele, viele Blogposts, die ich erst zu einem späteren Zeitpunkt online stelle. Im Moment sind das so viele, dass ich für über einen ganzen Monat weiterhin jeden zweiten Tag etwas veröffentlichen könnte. Bei der Arbeit und für die Uni ist das etwas schwieriger, aber auch nicht unmöglich. Konkret sehen meine Maßnahmen hier folgendermaßen aus: Ich beginne alle Aufgaben so früh wie möglich. Ich lerne von Anfang an mit und beginne an dem Tag mit den Arbeitsaufträgen für meinen Job, an denen ich den Auftrag bekomme.

 

Tipp 5: Sorge für Ausgleich!

Überraschung! Auch mein Leben besteht nicht nur aus Uni, Arbeit und dem Blog. Ich treffe mich viel mit Freunden, betreibe Kampfsport, engagiere mich ehrenamtlich, gehe ins Theater oder spiele Brettspiele mit meiner Familie. Natürlich könnte ich diese Zeit auch produktiv für Uni, Job oder Blog nutzen – aber will ich das überhaupt? Kein Mensch kann den ganzen Tag nur produktiv sein, das wäre auch gar nicht gesund. Jeder braucht mal eine Pause und in dieser Pause sollte man zumindest meiner Meinung nach etwas ganz anderes machen.

 

Das sind meine fünf Tipps, wie ich Uni, Arbeit und Blog unter einen Hut bringe. Natürlich funktionieren das nicht für jeden Menschen gleich gut. Was mir hilft, kann sich für dich wie eine unüberwindbare Hürde anfühlen. Wenn dem so ist, hast du vielleicht eine ganz andere Strategie für dich entwickelt. Erzähl mir gerne davon, am Besten, indem du einen Kommentar hinterlässt. Entweder direkt hier bei Bücherbombe oder auf meinem eigenen Blog „Miras Bücherwelt“.

 

Alles Liebe!

Eure Mira

***

Die Verfasserin

Laura M. Pellizzari, geboren 1999, bloggt unter dem Namen Mira B. auf „Miras Bücherwelt“. Sie ist seit ihrer frühen Kindheit eine bekennende Leseratte. 2017 schloss sie die Schule ab, absolvierte anschließend einen Europäischen Freiwilligendienst und begann dann 2018 mit ihrem Studium der „Vergleichenden Literaturwissenschaften“.

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