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#14BooksChallenge: 14 Tage, 14 Bücher, 14 Kurzrezensionen

Wer mir auf Instagram folgt, hat schon gesehen, dass ich mich vor kurzem an einer sehr gewagten Lesechallenge versucht habe: An der #14books-Challenge! Wie der Name schon sagt, geht es darum, 14 Bücher an 14 Tagen zu lesen. Und was soll ich sagen – ich habe es tatsächlich geschafft! Hier auf dem Bild seht ihr schon mal eine kleine Übersicht über die Bücher, denen ich mich gewidmet habe. Es waren Verlagsbücher und Selfpublishing-Bücher dabei, Taschenbücher, gebundene Romane und Ebooks, Bücher auf Deutsch und auf Englisch, und eine bunte Mischung verschiedener Genres.

Aber natürlich wäre es langweilig, die Bücher einfach nur zu benennen, ohne wenigstens eine kurze Rezension dazu abzugeben. Deshalb hole ich das jetzt nach!

(Am Ende dieses Blogartikels habe ich außerdem noch ein paar Tipps für euch, falls ihr euch auch mal an der #14Books-Challenge versuchen wollt.)

Die 14 Bücher – und mein Senf dazu

Tag 1

Autor*in: James Gurney

Titel: Dinotopia

Genre: Fantasy

Klappentext: In the year 1860, biologist and explorer Arthur Denison and his son, Will, set out on a sea voyage of discovery and adventure. When a powerful typhoon wrecks the ship in uncharted waters, Arthur and Will are the sole survivors. Washed ashore on a strange island called Dinotopia, they are amazed to find a breathtaking world where cities are built on waterfalls, people have found new ways to fly, and humans and dinosaurs live together in harmony. With new discoveries at every turn, Arthur and Will embark upon their own separate journeys to unearth the mysteries of Dinotopia.

Bewertung: Wunderschön bebildert und originelle Ideen, die oftmals an Jules Verne erinnern. Dinos + viktorianische Ästhetik kann man einfach nur lieben! Schade, dass am Ende der Plot ein bisschen offengelassen wurde, aber dafür gibt es ja noch die Folgebände. Außerdem ist die Handlung eigentlich nebensächlich, denn im Vordergrund stehen die großflächigen und sehr detailreichen Illustrationen, in denen man schwelgen kann. Daher: 4/5 Sterne.

Tag 2

Autor*in: Lorna Bill

Titel: Revealed

Genre: Gay Romance

Klappentext: Die Vorlesungen am Lord Lister College haben begonnen und James hat wider Erwarten Spaß an seinem neuen Job als Dozent. Wären da nicht diese Anfälle, die ihn quälen und von denen niemand wissen darf.
Hilfe erfährt er ausgerechnet von William. Sein Assistent setzt alles daran, das zerrüttete Vertrauen wieder herzustellen. Das ist auch nötig, immerhin haben sie ein Abkommen getroffen, von dem sie beide profitieren.
Dabei kommen sie einander jedoch näher und plötzlich ist es gar nicht mehr so einfach, die professionelle Distanz zu wahren. Und das ist nicht ihr einziges Problem. Während William versucht, James und sein Geheimnis zu schützen, versucht ein anderer, es zu lüften. Ein Geheimnis, das noch viel tiefgreifender ist, als sie beide dachten.

Bewertung: Mir hat schon der Vorgängerroman „Triggered“ sehr gut gefallen (meine Rezension dazu findet ihr hier), deshalb war ich sehr gespannt, wie sich die Geschichte um James und William weiterentwickeln würde. Und ich wurde nicht enttäuscht! Die Slow-Burn-Romanze zwischen den beiden entwickelt sich auf wunderbar einfühlsame Weise weiter und sie kommen sich langsam näher. Außerdem gibt es wieder spannende neue Plottwists, Rätsel und psychologische Entwicklungen. Deshalb freue ich mich schon umso mehr auf den nächsten Band und vergebe für „Revealed“: 5/5 Sterne.

Tag 3

Autor*in: Akram El-Bahay

Titel: Herzenmacher

Genre: Fantasy

Klappentext: Als Léo Mellino einem rätselhaften Fremden durch die Gassen seiner Heimatstadt folgt, gelangt er über einen geheimen Übergang in eine andere Welt. Eine Welt, die vom Winter beherrscht wird, seitdem der König unter dem Einfluss einer schönen Hexe steht. Eine Welt, in der es Zwerge gibt und mechanische Menschen, die von begabten Handwerkern gefertigt werden. Als Léo sich in diese Kunst einweisen lässt, zeigt sich sein außerordentliches Talent. Das kommt auch der Hexe zu Ohren, die ihre eigenen dunklen Pläne hat …

Bewertung: Originelle Märchenwelt, leider mit wenig detailliertem Weltenbau und blassen Charakteren, weshalb mir ihr Schicksal leider ziemlich egal war. Eigentlich schade, denn die Geschichte an sich ist gut gemacht. Aber hier habe ich mal wieder gemerkt, dass ich mit Geschichten, die „plot-driven“ sind, nicht viel anfangen kann. Ich bevorzuge Bücher, in denen die Figuren im Vordergrund stehen – denen wurde hier jedoch leider wenig Raum gegeben. Deshalb gibt es von mir: 3/5 Sterne.

Tag 4

(An diesem Tag habe ich ein noch unveröffentlichtes Manuskript einer Schreibfreundin gelesen, daher kann ich es hier noch nicht rezensieren.)

Tag 5

Autor*in: Lili B. Wilms

Titel: Schneemann sucht Schmelzpunkt

Genre: Gay Romance

Klappentext: Es hat viele Jahre gedauert, bis Yannik den Mut gefunden hat, sein Leben so zu führen, wie er es schon lange wollte – mit Make-up und Lipgloss als stilvolles Extra. Jedoch sieht er sich jetzt immer wieder wegen seines Äußeren mit Attacken konfrontiert. Ausgerechnet Daniel setzt dem Ganzen die Krone auf. Daniel, von dem Yannik dachte – gehofft hatte –, er würde ihn so akzeptieren, wie er ist. Die Enttäuschung über Daniels Verhalten lässt Yannik alle Schutzschilde hochfahren, bis er mitten im Winter auf einer Hütte in den österreichischen Alpen landet – mit Daniel und ohne Strom.
Alles, was Daniel wollte, war, mit seinen Freunden in Ruhe Silvester zu feiern – ohne Yannik. Noch vor einigen Monaten hätte Daniel sich über dessen Anwesenheit gefreut und die Gelegenheit genutzt, um endlich zu klären, was in dieser gemeinsamen Nacht mit Yannik vor einem Jahr passiert ist. 
Doch die Hoffnung auf diese Klärung hat er aufgegeben – diesmal endgültig.

Bewertung: Eine süße Geschichte im Schnee. Mit der Kombination „Einsame Hütte + zwei äußerst unterschiedliche Jungs + ein Streitthema, das zwischen ihnen steht“ kann man einfach nicht viel falsch machen! Allerdings fand ich, dass sich die Story als Kurzgeschichte besser gemacht hätte, denn der Konflikt war letztendlich recht simpel und hätte sich schneller klären lassen. Ich bin generell kein Fan davon, wenn der Hauptkonflikt einer Geschichte darin besteht, dass die Protagonisten aus Trotz nicht richtig miteinander reden. Deshalb gibt es einen Stern Abzug und somit: 4/5 Sterne.

Tag 6

Autor*in: Alexander Koslowski

Titel: Lost Dreams

Genre: Fantasy

Klappentext: Jack findet sich in einer seltsamen, menschenleeren Welt wieder. Jedes Mal, wenn er einschläft, wacht er an einem anderen Ort wieder auf. Er hat keine Erinnerungen an die Zeit davor, sein einziges Ziel ist es, Prinzessin Koma zu finden. Wird er sie retten können? Und wer ist der Mann mit dem Helm? Doch je länger Jacks Suche dauert, desto düsterer und bedrohlicher werden die Welten um ihn herum, und das Ziel seiner Reise rückt in unerreichbare Ferne …

Bewertung: Das Setting ist eine groteske und mystische Traumwelt. Anfangs erschien mir der Plot noch recht dünn und random, doch mit der Zeit verdichtete er sich und wurde ziemlich spannend. Außerdem ist die Handlung gespickt von Symboliken, die nicht alle erklärt werden, aber das ist auch gut so, denn sonst würde das Buch seine Mystik einbüßen. Am Ende gibt es noch eine schöne Message. Ich fand das Buch teilweise ein bisschen zu verwirrend, aber im Großen und Ganzen war es dennoch ein spannendes Leseerlebnis. Deshalb vergebe ich: 4/5 Sterne.

Tag 7

Autor*in: Akira Arenth

Titel: Gossenengel 1

Genre: Gay Romance

Klappentext: Für Kriminalkommissar Alexander Enders geht eine eher gewöhnliche Nachtschicht ihrem Ende entgegen, doch kurz vor Feierabend werden er und sein Partner noch zu einem dritten Sterbefall mit ungeklärter Todesursache gerufen. Das Opfer, Sohn eines stadtbekannten, hochkriminellen Drogenbarons, lebte bis zu seinem Tod ungewöhnlich versteckt in einer Berliner Stadtvilla. Die Beamten vermuten hinter seinem Abtauchen Morddrohungen eines konkurrierenden Clans aus der Untergrundszene. Genützt hat es ihm jedoch nichts, denn offensichtlich haben sie ihn trotzdem gefunden. Noch routiniert mit der Spurensicherung beschäftigt, hört Alexander plötzlich ein Geräusch hinter einer Wand und ahnt nicht, dass die darauf folgende Entdeckung sein ganzes Leben beeinflussen wird.

Bewertung: Ich bin ja schon seit längerem ein Fan von Akira Arenths Bücher und wurde auch diesmal nicht enttäuscht. „Gossenengel 1“ ist mal wieder eine spannende und heiße Geschichte, die trotz des ernsten Themas viele witzige und herzerwärmende Momente hat, besonders zwischen den beiden Protagonisten, die ich sofort ins Herz geschlossen habe. Leider ist „Gossenengel“ kein Einzelband, sondern in mehrere Bücher aufgesplittet, was mir etwas unnötig erscheint, da der Umfang des 1. Bandes ziemlich schmal ist. Dafür muss ich leider einen Stern abziehen und vergebe somit: 4/5 Sterne.

Tag 8

Autor*in: Akira Arenth

Titel: Gossenengel 2

Genre: Gay Romance

Klappentext: Alexander kann noch immer nicht fassen, was er getan hat. Er riskiert für Lucian seine Glaubwürdigkeit als Polizist und das, obwohl er nach wie vor daran zweifelt, die ganze Wahrheit zu kennen. Da er aber immer mehr Gefühle für den Straßenjungen entwickelt, will er ihm trotzdem ein gewisses Maß an Vertrauen entgegenbringen und dessen Selbstbewusstsein fördern, indem er ihn in seinem eigenständigen Handeln bestärkt. Als er sich trotz alledem entschließt, Lucian zu beschatten, entdeckt er jedoch schnell, dass sein Wissen über den jungen Mann viel begrenzter ist, als er angenommen hatte. Je mehr Alex im Sumpf seiner eigenen Unwissenheit herumstapft, desto weniger bemerkt er, wie tief er bereits in selbigem steckt, während die wahre Gefahr am Rande des Ufers lauert.

Bewertung: Der Pageturner geht weiter, es geht wieder heiß her und auch die Spannung steigert sich immer mehr. Man hat das Gefühl, dass sich langsam eine bedrohliche Falle um Alex und Lucian zuzieht, weshalb man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen mag. Die Handlung ist teilweise echt harter Tobak und beschönigt nichts, aber dafür wird man immer wieder mit romantischen Szenen entschädigt. Am Ende lauert leider ein fieser Cliffhanger! So fies, dass dafür ein Stern flöten geht. 😀 Es verbleiben wieder: 4/5 Sterne.

Tag 9

Autor*in: Lucy Maud Montgomery

Titel: Anne of Green Gables

Genre: Klassiker

Klappentext: Anne of Green Gables is a 1908 novel by Canadian author Lucy Maud Montgomery. Written for all ages, it has been considered a classic children’s novel since the mid-twentieth century. Set in the late 19th century, the novel recounts the adventures of Anne Shirley, an 11-year-old orphan girl, who is mistakenly sent to two middle-aged siblings, Matthew and Marilla Cuthbert, who had originally intended to adopt a boy to help them on their farm in the fictional town of Avonlea on Prince Edward Island, Canada. Since its publication, Anne of Green Gables has been translated into at least 36 languages, sold more than 50 million copies, and has been made into plays, television shows, and movies.

Bewertung: Es braucht ein bisschen Übung, um sich an die Sprache zu gewöhnen, denn viele englische Wörter von vor über 100 Jahren kennt man ja heute gar nicht mehr. Aber als ich mich erstmal eingelesen hatte, hatte ich viel Spaß dabei. Ich habe generell ein Faible für die viktorianische Zeit, daher war dieses Buch ein richtiges historisches Lesevergnügen für mich. Und dank der Protagonistin Anne und ihrer witzigen Art ist es ein richtiger Gute-Laune-Schmöker. Daher vergebe ich angemessene: 5/5 Sterne.

Tag 10

Autor*in: Akira Arenth

Titel: Beautiful Agony 1 – Black Wedding

Genre: Gay Romance / Dystopie

Klappentext: Arian ist von seinem eintönigen Leben mehr als frustriert. Er arbeitet als Nachtwächter im Zoo, geht an den Wochenenden auf einschlägige Gay-Partys und verdient sich vor der Webcam was nebenbei, doch eigentlich will er nur eines: endlich seinen Mr.Right finden! An Angeboten mangelt es ihm nicht, doch er selbst ist äußerst masochistisch veranlagt und sein zukünftiger Partner sollte das passende Pendant dazu bilden, was sich als schwierig erweist. Beim Besuch eines noblen BDSM-Clubs wird ihm ein Angebot offeriert, das er nicht ausschlagen kann. Er bekommt die Chance, als einer von fünf Sklaven an einer „Black Wedding“ teilzunehmen, um doch noch den Dom seines Lebens zu finden. Der Haken ist: Er darf dabei nichts sehen und hat auch keinen Einfluss darauf, welcher der fünf Master ihn auswählt.
Die Veranstaltung erweist sich aber trotz seiner anfänglichen Bedenken als vielversprechend und Raik, der Mann, der Arian auswählt, scheint fast schon perfekt zu sein. Leider wird ihr Kennenlernen rüde von etwas unterbrochen, mit dem keiner gerechnet hat: dem Dritten Weltkrieg.

Bewertung: Ich habe dieses Buch in einem Rutsch durchgelesen, weil es einfach so spannend war. Es ist ein interessanter Genremix aus BDSM und Apokalypse. Neben dem ungewöhnlichen Setting gibt es auch coole Hauptcharaktere, heiße Szenen und einen spannenden Plottwist. Manchmal war ich mir unsicher, ob mir die Shipping-Dynamik zwischen den beiden Protagonisten gefällt oder ob mir manche Szenen zu heftig sind. Abgesehen davon habe ich jedoch nichts auszusetzen, daher gibt es: 4/5 Sterne.

Tag 11

Autor*in: Akira Arenth

Titel: Beautiful Agony 2 – Apokalypse

Genre: Gay Romance / Dystopie

Klappentext: Willkommen im Verderben! Nach der Flucht aus Berlin und ihrer Ankunft bei Oskar wiegen sich Raik und Arian in trügerischer Sicherheit. Raiks Bruder lebt mit seiner Frau und Stieftochter Ally seit Jahren auf dem abgeschiedenen Hof, der genügend Platz und Nahrung für alle zu bieten scheint, doch zwischen den beiden Geschwistern liegt viel Unausgesprochenes. Die SM-Beziehung von Raik und Arian bleibt nach wie vor bestehen, was einige Probleme mit sich bringt und trotzdem wächst ihre gegenseitige Zuneigung unaufhaltsam. Leider bleiben den beiden durch die Umstände aber kaum noch Gelegenheiten, sich ungezügelt aneinander auszutoben, ohne entdeckt zu werden …
Dass sein jüngerer Bruder schwul ist, kann der konservative Oskar nicht einfach hinnehmen, weshalb er mit ihm immer wieder aneinandergerät. Im Schutz des abgeschotteten Gehöfts vergessen sie beinahe, in welchem Ausnahmezustand sich der Rest der Welt befindet, und erst als ein furchtbares Unglück geschieht, kommen sie wieder zu Bewusstsein. Schließlich müssen sie eine Entscheidung treffen: Bleiben sie in ihrem Versteck oder ziehen sie erneut ins Ungewisse, um der drohenden Gefahr zu entkommen?

Bewertung: Der zweite Teil ist ebenso spannend und abenteuerlich wie der erste. Besonders gut hat mir gefallen, dass das Thema Dritter Weltkrieg weiterhin so realistisch wie möglich dargestellt wird, auch wenn es im ersten Moment weit hergeholt klingt. Wenn man sich überlegt, wie leicht so ein Krieg tatsächlich ausbrechen könnte, wird einem beim Lesen schon ein bisschen mulmig zumute. Trotz dieser bedrückenden Thematik ist die Geschichte weiterhin locker und leicht erzählt. Ich weiß allerdings noch nicht, ob ich auch den dritten Band lesen werde, weil das Ende des zweiten Bands darauf hindeutet, dass die Story von nun an deutlich düsterer werden könnte. Dennoch bekommt der 2. Band von mir: 5/5 Sterne.

Tag 12

Autor*in: Rihito Takarai

Titel: Ten Count (6-teilige Mangareihe)

Genre: Yaoi-Manga

Klappentext: Shirotani leidet unter der Angst vor Schmutz und Bakterien. Als sein Chef einen Unfall hat, und Shirotani ihm aus Ekel nicht hilft, beschließt er, an seiner Krankheit zu arbeiten. Er lernt den Psychologen Kurose kennen, der ihn durch seine merkwürdige Art erst mal verwirrt. Nach und nach schaffen sie es, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen. Doch plötzlich droht es zu zerbrechen …

Bewertung: Die ersten 5 Bände waren für mich ein Reread, nur den 6. Band kannte ich noch nicht. Bei meinem ersten Lesedurchgang vor ein paar Jahren war ich etwas enttäuscht, weil sich die Beziehung zwischen den zwei Protagonisten für meinen Geschmack zu schnell entwickelte und weil ich etwas anderes erwartet hatte. Jetzt, da ich wusste, was mich erwartete, gefiel mir die Reihe jedoch sehr gut. Daher gibt es 4/5 Sterne.

Tag 13

Autor*in: Akira Arenth

Titel: Drachennebel

Genre: Gay Urban Fantasy

Klappentext: Stell dir vor, du hast die Macht des Universums in deinen Händen:
bist unmenschlich stark, robust wie ein Felsen, könntest jedem den Arsch aufreißen – doch du darfst nicht, denn du bist ein Teenager.
Genauso geht es Akai, einem jungen Drachenwandler, der im Jahre 2017 zusammen mit seiner Mutter in Oslo aufwächst, der Hauptstadt von Norwegen. Als heranwachsende Zwischenkreatur beherrscht er bereits die ersten Ansätze der Telekinese und der Gedankenkontrolle, doch er muss sich bedeckt halten, denn jedes Mal, wenn er Magie wirkt, kommen seine Drachenmerkmale zum Vorschein und irgendwann könnte er die Kontrolle über die Echse in sich verlieren. Dabei würde Akai so gerne seine Kräfte erforschen und wer wäre da besser geeignet als der rüpelhafte Punk Kjell, der ihm in der neuen Schule das Leben zur Hölle machen will? Der Dumpfbatzen könnte eine so leichte Beute sein – und eine attraktive noch dazu. Kein anderer Junge bringt Akais jugendliche Fantasien so sehr in Wallung. Schließlich hält er den schnöden Alltag zwischen Abschlussprüfungen, Smartphonechats und andauernden Prügeleien mit seinem Widersacher nicht mehr aus und beschließt, ihn hin und wieder zu seiner Marionette zu machen, um wenigstens ein bisschen Spaß zu haben.
Leider wird ihm zu spät klar, wie weitreichend die Folgen seines Handelns sind und dass es gefährlich ist, so tief im Verstand eines anderen zu wühlen …

Bewertung: Eigentlich war es gar nicht mein Plan, während dieser Lesechallenge gleich 5 Bücher von demselben Autoren zu lesen, aber bei diesem Klappentext konnte ich einfach nicht widerstehen. 😀 Es war eine sehr unterhaltsame und herrlich skurrille Story, auch wenn ich manches Mal fand, dass beide Protagonisten mit ihren Taten etwas zu weit gingen. Besonders die Drachenwandler fand ich jedoch sehr originell. Gegen Ende nahm die Geschichte leider eine unschöne Wendung, die mir nicht so gut gefiel. Deshalb gibt es von mir 3/5 Sterne.

Tag 14

Autor*in: Juli Hex

Titel: Sonder

Genre: Gay Romance

Klappentext: Nachdem er seine beste Freundin verloren hat, weiß der 18-Jährige Valentin nicht, wer er ohne sie überhaupt sein soll. Sein Leben drehte sich nur um ihre Bedürfnisse, doch jetzt ist er wie ein weißes Blatt Papier. Er irrt im Verlorensein umher, bis er in einen Jungen rennt, der voller Farben ist.
Matteo ist neu an der Schule und findet in den so leer erscheinenden Augen von Valentin Platz für alle Erlebnisse, die er bereits zu viel gemacht hat. Hinter seiner Rüstung aus Farben versteckt er seine verletzte Seele, die sich schwer daran tut jemanden zu vertrauen.
Umso näher sie sich kommen, umso mehr beginnen sie die Welt und alle Menschen die sie bislang prägten zu verstehen.
Doch kann Matteo seine Rüstung ablegen und Valentin aus seiner Trauer in eine Welt voller Farben ziehen?

Bewertung: Sonder erzählt eine zarte, einfühlsame Liebesgeschichte, deren „Vibe“ mich ein bisschen an die Serie Skam erinnerte (Schulsetting, Alltagsprobleme, Selbstfindung …). Es war sehr herzerwärmend zu lesen, wie sich Matteo und Valentin langsam annähern und wie sie einander perfekt ergänzen. Besonders die Szenen, in denen es um ihre ersten Male geht (erstes Mal Händchen halten, erstes Mal küssen, erstes Mal Sex …) brachten mir viele „Hach“-Momente. Im Großen und Ganzen war mir die Geschichte jedoch fast schon ein bisschen zu ruhig und mir fehlte etwas Spannung – das ist jedoch nicht das Problem des Buches, sondern meine persönliche Vorliebe. Aber da Buchrezensionen immer die eigene Meinung widerspiegeln, gibt es von mir ganz subjektive: 4/5 Sterne.

Tipps für die #14Books-Challenge

Falls du jetzt Lust hast, dich auch mal an dieser Challenge zu probieren, habe ich noch ein paar Tipps für dich, damit es ein voller Erfolg wird und du nicht im Stress versinkst oder auf halber Strecke die Lust verlierst. Auf geht’s:

  1. Eigentlich selbstverständlich: Nimm dir Zeit dafür! Ich habe mir zwei Wochen Urlaub genommen und mir in dieser Zeit nichts anderes vorgenommen, als zu lesen. Also keine Arbeit und keine privaten Verpflichtungen. So konnte ich ziemlich entspannt jeden Tag ein Buch lesen (natürlich auch mit Lesepausen zwischendurch) und geriet nicht unter Zeitdruck.
  2. Suche dir kurze Bücher aus. Mein längstes Buch war „Herzenmacher“ mit fast 400 Seiten, das war für mich persönlich fast zu viel für einen Tag. Wenn du auch ein langsamer Genussleser bist wie ich, würde ich empfehlen, möglichst Bücher mit maximal 250 Seiten auszuwählen.
  3. Nimm nur Bücher, auf die du dich wirklich freust. Klar ist diese Challenge ein guter Ansporn, um den SuB abzuarbeiten, aber wenn du auf manche Bücher davon gerade gar keine Lust hast, dann lass sie lieber links liegen!
  4. Sorge für Abwechslung. Für mich hat es sehr gut funktioniert, einen bunten Mix aus Taschenbüchern, Ebooks, englischen und deutschen Büchern und verschiedenen Genres zur Auswahl zu haben. So wurde die Lesechallenge nie eintönig.
  5. Sei flexibel: Wenn du doch mal 2 Tage für ein Buch brauchst, dann ist es eben so. Eine gute Gelegenheit, um als nächstes ein besonders kurzes Buch auszuwählen und den Rückstand wieder wettzumachen.
  6. Hab Spaß! Darum geht es hier schließlich. Es ist ja kein Wettbewerb. Und wenn du merkst, dass du keinen Spaß daran hast, hör lieber auf, anstatt dich durchzuquälen.

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