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Buchrezension #29 – Wie willst du leben? – Vertrauen

Mit „Wie willst du leben? – Vertrauen“ hat Riley Blind wirklich ein wunderbares Debüt geschrieben. Ich durfte ein Rezensionsexemplar vorab lesen, vielen Dank nochmal dafür! Dies hat natürlich keinerlei Einfluss auf meine Rezension; hier gebe ich ausschließlich meine ehrliche Meinung und meinen Leseeindruck wider.

Kategorie: Coming of Age, Gay Romance

Titel: Wie willst du leben? – Vertrauen

Autor*in: Riley Blind

Verlag: Kindle Direct Publishing

Erscheinungsjahr: 2022

Klappentext:

Hast du dich schon mal gefragt, wie du leben willst? Was du werden willst? Wie du sein willst?
Diesen Fragen müssen sich Sam und Sasha in ihrem Abschlussjahr stellen.

Für Sam bedeutet das erstmal: Noch ein Jahr gemobbt werden, weil er schwul ist. Alle haben es auf ihn abgesehen, vor allem das Senior-Schwimmteam mit seinem ehemals besten Freund, Phil, als Captain. Er versucht, sich so unauffällig wie möglich zu verhalten und gleichzeitig beste Voraussetzungen für ein Stipendium an der Juilliard School in New York zu schaffen. Dabei vertraut er niemandem, auch nicht Sasha, dem besten Schwimmer der Schule, der ständig in seiner Nähe auftaucht.

Sasha kämpft mit ganz anderen Problemen. Er ist beliebt und berühmt für seine Schwimmleistungen. Sein Vater will, dass er ein Sport-Stipendium bekommt, dabei weiß Sasha gar nicht, ob er überhaupt professioneller Schwimmer werden möchte. Trotzdem versucht er es seinem Dad und seiner Freundin, Audrey, recht zu machen, was ihm zunehmend schwerer fällt, als er erkennt, wonach er sich wirklich sehnt.

Dieses Buch erzählt vom Erwachsenwerden und ist vor allem geeignet für Lesende zwischen 16 und 30 Jahren, die auf der Suche nach sich selbst sind oder sich selbst besser kennenlernen wollen. Denn: Dieser erste Band der Tetralogie „Wie willst du leben?“ ist der Auftakt einer Geschichte über Verlustängste, dem Gefühl, nicht in diese Welt zu passen, und der Suche nach Liebe.

Meine Meinung:

Eins vorweg: Die Themen „Mobbing“ und „Homophobie“ sind definitiv ernstzunehmen. Auch wenn man das Buch aufgrund seiner Spannung und seines angenehmen Schreibstils gern in einem Rutsch durchlesen würde, braucht man manchmal die ein oder andere Lesepause, um das Gelesene erstmal sacken zu lassen und zu verdauen. Zumindest ging es mir so, aber vielleicht bin ich auch einfach sehr sensibel. 😀

Es ist auf jeden Fall ein sehr intensives Buch, das direkt ins Herz geht. Manchmal wollte ich Sam und Sasha am liebsten schütteln und anschreien, wenn sie mal wieder einen Schritt aufeinander zu und zwei Schritte zurückgegangen sind. Aber sie haben auch wirklich nicht die besten Voraussetzungen: Beide leiden unter ihrem Umfeld, unter Selbstzweifeln, den Erwartungen anderer Leute und der Frage „Was will ich eigentlich im Leben?“. Daher war ihr scheues Herantasten, ihre Zweifel und Ängste sehr gut nachfühlbar. Und wenn sie sich dann endlich mal nähergekommen sind, gab es etliche „Awww!“- und Herzschmelz-Momente.

Fazit:

Ich würde das Buch allen Leser*innen empfehlen, die nicht nur fluffig-leichte Romance, sondern auch mal einen realistischen Coming-of-Age-Roman mit lebensnahen Problemen, unperfekten Protagonisten und echten Gefühlen lesen wollen. Ein bisschen hat mich das Buch an „Love, Simon“ erinnert – wer dieses Buch (oder die Verfilmung) kennt und mag, liegt also auch hier goldrichtig!

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